vereinsflagge-jpg

Liebe Mitglieder !

Wir trauern um unseren
Ruderkameraden
Hellmuth Krieger
mehr dazu...

***

Bitte beachtet
folgende Hinweise:

Baumaßnahmen
an der Terrasse
am Vereinsgebäude

weiter...

Transponder für
Vereinshaus und
Trainingsräume
weiter...

***

Neue
Ruderordnung
aktuell ab 2016
hier...

***

Willkommen beim Dresdner Ruderverein e.V.

Wanderrudern

Hitzeschlacht am Balaton
4. Balaton-Wanderruderfahrt
Text: Marianne Krappatsch und Detlef D. Pries
Fotos: Andreas Frank

P2150656w1

 

Angestrengtes Suchen nach Amphibien im Teich des Schlosses Festetics in Keszthely

Mit dem Balaton, dem „ungarischen Meer“, hatten wir noch eine Rechnung offen. Nicht nur, dass unsere Fahrt im Jahre 2015 nicht ganz schadlos verlaufen war. Vielmehr hatten wird damals im Wesentlichen das Gebiet östlich der Halbinsel Tihany berudert, diesmal sollte eine Runde auf dem westlichen Becken des Sees folgen. Neun Ruderer und Steuerleute wollten das Unternehmen „Balaton 2017“ in drei gesteuerten Doppelzweiern in Angriff nehmen. Warum letztlich doch nur zwei Boote in See stachen, ist hier nicht Ort und Zeit darzulegen...

Nach einer kurzen Aufwärmrunde am Vortag begann die Fahrt am 30. Juli in Balatonlelle, etwa auf halber Strecke des fast 80 Kilometer langen Südufers. So weit wie möglich sollten wir westwärts rudern, hatte Fahrtenleiter Andreas Frank vor dem Start geraten. Er hatte an den ersten Tagen P1100382wden Landdienst übernommen. Man wisse schließlich nie, ob das Wetter in den folgenden Tagen noch so günstig sein werde. Was günstig ist und was nicht, darüber gibt es bekanntlich verschiedene Ansichten. Der Balaton bot sich zwar verhältnismäßig glatt, die Sturmwarnanlagen traten nicht in Aktion, aber die Sonne brannte erbarmungslos auf uns herunter. Bis zu 37 Grad im Schatten prophezeite die Wetter-App für die folgenden Tage, und wo findet man auf einem See Schatten? Sonnenschutzfaktor 50 war dringend geboten und der Trinkwasserbedarf erheblich.

Aber die Order lautete: gen Westen, immer am Ufer entlang! Der Badestrand von Fonyod, ursprünglich als Etappenziel in Aussicht genommen, wurde nur zu einer ausgiebigen Trink- und Erholungspause genutzt, und weiter ging die Fahrt – fast bis ans südwestliche Ende des Sees. Gerade fanden wir noch eine Lücke im Schilfgürtel, um die Boote nach 36 Kilometern an Land zu tragen. Junge Leute hatten dort ein, zwei Zelte aufgeschlagen (wo gewiss kein öffentlicher Zeltplatz war) und versprachen, ein Auge auf unsere Boote zu werfen. Denn zum Übernachten holte uns Andreas mit dem Kleinbus zurück nach Lelle.

P1100253wGanz ohne Abenteuer sollte die Fahrt nicht verlaufen. Also wollten wir am anderen Tag einen Abstecher in die Zala zu machen. Der einzige größere Zufluss mündet im südwestlichen Zipfel in den See. Doch schon nach einem knappen Kilometer verwehrte uns eine Schleuse, die offenbar selten benutzt wird, die Weiterfahrt. Also ging es zurück auf den See, fortan am schilfreichen kurzen Westufer entlang, bis zum Strand von Keszthely, einer der größeren Städte am Balaton. Dort wurde wieder die übliche Bier- und Imbisspause eingelegt, bevor wir rudernd an der städtischen Wasserfront und am Hafen vorbeipromenierten. Wieder war kein genauer Treffpunkt mit Landdienst Andreas ausgemacht. Nach einem abschlägigen Bescheid auf die Frage, ob es möglich sei, die Boote am Badestrand von Balatongyörgy – schon am Nordufer des Sees – abzulegen, landeten wir wenige hundert Meter weiter an einer Wiese und versteckten unsere Gefährte auf Anraten Ortskundiger im Schilf.

In Keszthely nahmen wir Quartier in privaten Ferienwohnungen und nutzten den Abend zu einem Spaziergang zum einstigen Schloss der Grafen Festetics. Einer der Grafen fläzt in Bronze auf einer Bank im Zentrum der Stadt, und kaum eine der daran vorbeiflanierenden Damen lässt die Gelegenheit aus, sich zu einem Foto neben ihn zu setzen. Die unseren auch nicht.

P1100341wVergleichsweise lächerliche 20 Kilometer hatten wir an diesem Tag gerudert. Und es kam noch ärger: Am nächsten wurden es nur 18. Dafür genossen wir das Panorama des Tafelberges von Badacsony mit seinen Weinhängen, bevor wir in Badacsonyörs (wer soll sich bloß diese Namen merken!) wieder an einer Badestelle anlegten. Zu einer Wanderung auf den Berg war am Abend indes keiner zu bewegen, weshalb wir uns im Bus zur Weinprobe in „Imres Borpince“ chauffieren ließen. Zum Glück verschmäht unser treuer ungarischer Begleiter Dénes Szabo jedes berauschende Getränk, wir anderen wären nach dem Genuss verschiedener köstlicher Weinsorten als Fahrer zu unserer Herberge, einem Hotel in Balatonszepezd (wieder so ein Name!), gänzlich ungeeignet gewesen. Dafür nahmen einige – was Wunder bei dem Zustand - noch ein nächtliches Bad im See.

Vorbei an Revfülöp, Szepezd, Akali und Udvari (natürlich fast durchgängig mit dem Zusatz „Balaton-“ versehen), suchten wir am vierten Tag lange nach einem geeigneten Landeplatz. Unterwegs hatten wir an einem FKK-Strand gerastet, wurden dort aber trotz ortsüblicher (Nicht-)Bekleidung nicht lange geduldet, da wir die Zahlung der geforderten Gebühr verweigerten. Ausgerechnet an diesem Tag hatten wir ein Frauen- und ein Männerboot zusammengesetzt, und die Damen konnten sich wie üblich nicht für einen Etappenort entscheiden. Der Landdienst war ebenso ratlos, und so legten wir nach 29 Hitzekilometern erst am Fuße der Halbinsel Tihany an, die etwa fünf Kilometer in den See hineinragt. Die Boote versteckten wir diesmal im Wald - in der Hoffnung, sie auch am nächsten Tag noch unbeschädigt vorzufinden.

Die Hoffnung erfüllte sich zwar, doch verunsichert P1100389wdurch Erfahrungen der Vergangenheit, ließen wir uns am nächsten Morgen von aufkommenden Wellen schrecken. Während die beiden „Neulinge“ Tihany erkundeten, belagerten wir anderen erst einmal den Badestrand – irgendwann würde sich der Wind schon legen. Vorgesehen war eigentlich, nur auf die Ostseite der Halbinsel zu rudern, denn in der Nähe, in Balatonfüred, hatten wir das nächste Quartier in einem nagelneuen Haus. Doch als am Nachmittag der Wind günstig schien, setzten wir – parallel zur Fähre Tihany-Szantod - gleich vom Nord- zum Südufer des Balatons über und legten beim Wassersportklub Balatonföldvar an. Zu unserer Herberge mussten wir allerdings noch einmal mit der Fähre über den See pendeln. Den Abend verbrachten wir im quirlenden Balatonfüred, einem der bekanntesten und belebtesten Badeorte der Region.

Anderntags ging es mit Bus und Fähre wieder zurück nach Földvar. Ganze 15 Kilometer Reststrecke lagen bis zu Start und Ziel in Balatonlelle noch vor uns. Aber die - das wussten wir - konnten es in sich haben. Hatten sie aber nicht. Schadenfrei landeten wir schon um die Mittagszeit wieder an unserem „Hauptquartier“ an und konnten vor dem Abriggern und Verladen der Boote noch einen kühlen Melonenschmaus zu uns nehmen. Bei einem Orgelkonzert in der Kirche von Lelle ging diese Hellmuth-Krieger-Gedächtnisfahrt – wie wir sie genannt haben – zu Ende.

Wir danken Andreas Frank für die bewährt perfekte Organisation und unseren Mitruderern Simone Schiwek, Wolf-Dieter Lahr, Manfred Gelpke und Steuerfrau Kathrin Herrmann für die Geduld, mit der sie uns zwei Berliner ertragen haben und dank derer wir die Balaton-Runde nun vollendet haben.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Bild 8

Bild 9

Bild 10

Bild 11

Bild 12

Bild 13

Bild 14

Bild 15

Bild 16

Bild 17

Bild 18

 

***

[Archiv] [2015] [2016] [2017] [EinlJHV17] [DokJHV17] [Sportgala 2017] [JHV 2017] [LWRT2017] [Nachr_HK] [Neu im Vorstand] [Baumaßnahmen Terrasse] [Jugend 1.Hj.] [4. Balatonwanderruderfahrt]

      ©  2017  Dresdner Ruderverein e.V. 20171210_29_17

PlakBP2015_DrRV

Archiv
Allgemein
Hallenneubau
Postmappe
 2015
Aktuelles
125 Jahre DrRV
Anrudern
Jugend I+II/2015
Markus Ulbig zu Gast
Sommersonnenwendfeier
Rudern gegen Krebs
Treideln
Landeswanderrudertreffen
3. Balatonwanderruderfahrt

Jahreshauptversammlung
Jugend III+IV/2015

2016
Fasching
Sportplakette verliehen
Jahreshauptversammlung
Anrudern
Jugendseite-1. Halbjahr
Holland
Sommerlager Lehnin
Rudern Gegen Krebs 2016
42. Elbepokal
Tag der deutschen Einheit
Briefmappe
Trainerwechsel
Achtet unser Bootsmaterial!

2017
Nachruf Hellmuth Krieger
Nachwuchsförderpreis
Jahreshauptversammlung
Neu im Vorstand
Jugend 1. Halbjahr 2017