Ruderausflug ins Havelland

Ruderausflug ins Havelland

Schon längere Zeit haben wir in unserer Dienstagsrunde über eine ausgeprägte 1er-Ausfahrt auf möglichst strömungsfreien Gewässern diskutiert. Am 1. Augustwochenende war es dann so weit: Falk und Stefan schnürten den „Weißen Hai“ und den „Rochen“ auf den Hänger und machten sich auf den Weg nach Rathenow, um von der Steganlage des Rathenower Ruderclub Wiking e. V. in die Havel zu stechen.

Dort angekommen, wurden wir vom Gästewart Heinz Schönemann herzlich empfangen. Das Aufriggern der Boote dauerte durch die vielen interessanten Gespräche mit den Rathenower Ruderfreunden dann etwas länger, verging die Zeit an Land doch wie im Flug.

Natürlich kam das Rudern nicht zu kurz. In den beiden Meeresräubern wurden drei abwechslungsreiche und schöne Touren unternommen.

Die erste Tour führte uns am Sonnabendmorgen über 18 km bis Böhne und über die Mögeliner Havel. Diese drei Nebenarme sind nicht nur recht eng und kurvenreich, sondern auch von Paddlern gern befahren, so dass dieser Streckenabschnitt uns einige Balance- und Steuerakte abverlangte.

Wieder zurück bei den Wikingern wurde uns viel über die Vereinshistorie und die aktuellen Bauvorhaben berichtet. Am späten Nachmittag folgte eine weitere Fahrt in die sogenannte Herrenlanke; ein Sticharm der ehemaligen Bundeswasserstraße, der heute auf Grund der Betriebsaufgabe des dort ehemals ansässigen Stahlhandels nicht mehr mit Lastkähnen befahren wird.

Am Sonntagmorgen ging es schließlich auf die dritte Tour. Die Überlegung nach Norden zu fahren, scheiterte fast an der dafür notwendigen Schleusenpassage – aber die Rathenower Ruderfreunde wussten Rat: zum hinter den Wehren befindlichen und unterschleusig einmündenden Mühlengraben gibt es eine Treppe – dort jedoch keine Steganlage.

Im flachen Uferbereich war also improvisiertes Einsteigen angesagt. Dies klappte ohne Probleme und wir konnten eine morgendliche Runde auf der unteren Havel durch den Ort vorbei an schmucken Grundstücken und noch schlafenden Bungalowboot-Ausflüglern bis hin zum idyllischen Biwakplatz Göttlin absolvieren.

Insgesamt war es ein rundum gelungenes Ruderwochenende mit schönen Wasserwegen, guten Gesprächen, auf den Punkt gegrilltem Rumpsteak und einem herzlichen Empfang beim Rathenower Ruderclub Wiking e. V. Ein herzlicher Dank gilt nochmals dem dortigen Gästewart Heinz für die freundliche Betreuung und die angenehme Zeit vor Ort.

P.S.: … und wieder einmal stellen wir fest, dass die Ruderwelt doch ein Dorf ist: mehrere Ruderfreunde aus unserem Verein sind in Rathenow wohl bekannt. Wir sollen herzliche Grüße ausrichten!

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